Freunde der Archäologie Raum Oberhausen e.V.

Der FARO e.V.  fördert die Erfassung und Erforschung der archäologischen Kulturlandschaft des Raumes Oberhausen ideell und materiell.

Neben der archäologischen Prospektion ist die Erfassung, Dokumentation und die wissenschaftliche Auswertung von materiellen Hinterlassenschaften (Funde, Befunde, Sammlungen) eine wesentliche Aufgabe des Vereins.

Erfahren Sie auf unseren Seiten mehr über die Kulturlandschaft Oberhausen und aktuelle Projekte, denen wir uns widmen.

Hier geht es zu den Terminen für das Jahr 2022.

Aktuelles

Die Freunde der Archäologie Raum Oberhausen e.V. laden ein zum
Tag der Offenen Tür
in unseren Vereinsräumen, Hertastraße 35, 46117 Oberhausen
am Samstag, 11. Juni 2022, 14 bis 18 Uhr

Wir haben ein spannendes Programm für Sie vorbereitet:

  • 14 Uhr in der Halle Eröffnungs der neuen Vereinsräume
  • gegen 15 Uhr Vortrag zum Kriegsende im Sterkrader Norden
  • Führungen durch die Sammlung – wir haben eine große Sammlung von archäologischen Funden aus dem Oberhausener Stadtgebiet.
  • Kochen wie im Mittelalter – auf dem Hof werden am offenen Feuer Rezepte aus dem Mittelalter nachgekocht
  • Schatzsuche mit den Sondengängern – auf dem Hof stellt unsere Sondengängergruppe die Arbeit mit Metalldetektoren vor
  • Wikingerhort – auf dem Hof wird die Wollbearbeitung im Mittelalter gezeigt

Bitte kommen Sie vorbei und lernen Sie unseren Verein kennen!

 

Einrichtung des Vereinsraums

Der Umzug in die neuen Räume ist geschafft – es gibt aber noch viel zu sortieren und einzuräumen. Jede Hilfe ist willkommen!

Deswegen ist bis auf weiteres jeden Montag ist ab 19:00 Uhr unser Vereinsraum Hertastraße 35, 46117 Oberhausen geöffnet.

FARO Stammtisch März 2022

Am kommenden Montag, dem 7. März 2021 um 19 Uhr findet unser archäologischer Stammtisch das erste mal wieder „live“ vor Ort statt, in den neuen Vereinsräumen Hertastraße 35, 46117 Oberhausen.

Nach Bedarf besteht noch die Möglichkeit online über Jitsi (Videokonferenz) teilzunehmen. Die Zugangsdaten werden am Sonntag per E-Mail gesendet.

Im Mittelpunkt steht weiterhin die Einrichtung der neuen Vereinsräume. Der Mietvertrag ist bereits unterschrieben. Die Kooperationsgespräche mit dem Nachbarverein sind voll im Gange. Der Vorstand mach sich nicht nur über den Eröffnungstermin, sondern über weitere Veranstaltungen, Besuche, Vorträge usw. Gedanken. Wir wollen ein vielfältiges und inhaltsreichen Jahr 2022 gemeinsam gestalten.

Die fränkische Gräberfelder in Sterkrade mit den vielversprechenden neuen Prospektionen werden wir ausführlich besprechen können. Die letzte Grabung unter der Leitung von Stampfuss fand vor mehr als 85 Jahren statt. Nach dem Motto „Wo Toten sind, müssten irgendwo auch die Lebendigen gewesen sein“ hat FARO vor einigen Jahren nach der fränkischen Siedlung gesucht. Die Siedlung konnten wir leider nicht finden, dafür aber Scherben aus der Zeit der Merowinger.

Weitere Themen, wie Internetpräsenz oder die geplante Veranstaltungen für das Jahre 2022 werden soweit es geht, besprochen.

Wir bitten um Rückmeldung an info@faro-ev.de oder an die bekannte Telefonnummer.

Vereinsraum

Unser neuer Vereinsraum ist in Osterfeld, im ehemaligen Schulgebäude der Robert-Koch-Schule, Hertastraße 35, 46117 Oberhausen. Dort bekommen wir Räume in der 1. Etage. Am 23.12.2021 haben wir den Schlüssel bekommen.

Wir haben die Räume bereits gründlich renoviert.

Jetzt geht es an den Umzug. Wer hat Zeit, am Samstag dem 15. Januar um 11 Uhr zu helfen? Bitte meldet Euch telefonisch oder unter info@faro-ev.de.

Sondengängergruppe

Unser Verein hat eine sehr aktive Sondengängergruppe. Auf unserer Mitgliederversammlung stellte die Gruppe sich und ihre Arbeit vor: „Sondergänger bei FARO e.V.- Chance für moderne Archäologie in Oberhausen“.

Thomas Handke ist der Sprecher der Gruppe. Wenn Sie sich für das Thema interessieren, schreiben Sie bitte an info@faro-ev.de.

FARO-Projekt 2021

In einem Garten in Oberhausen Sterkrade-Nord (Hirschkamp) ist eine ungewöhnlich hohe Menge an Bleikugeln gefunden worden.

Der Verein FARO e.V. hat keine Mühe gescheut, diesen Umstand zu erforschen. Es waren eine Menge Fragen zu klären:
Um wie viele Kugeln handelt es sich?
Sind es wirklich Musketenkugeln, und aus welcher Zeit stammen sie?
Gab es vielleicht ein Außenposten in der Gegend?
Handelt es sich um ein Originalfundort oder wurden sie durch Erdauftragung dorthin gebracht?

Durch Einsatz von Metalldetektoren im Garten konnten bis jetzt 50 Kugeln ausgegraben werden. Alle Kugel waren in einer Tiefe von bis zu 20 cm zu finden. Die Kugeln hatten einen Durchmesser von 12-13mm und ein Gewicht von 9,3-10,3 Gramm.

Runde Geschosse wurden vom 16. Jahrhundert bis Mitte des 19. Jahrhunderts verwendet – danach gab es längliche Geschosse. Der Durchmesser deutet darauf hin, dass es sich hierbei um Pistolenkugeln handelt.

Durch den Einsatz eines Bodenprobennehmers konnte bewiesen werden, dass der Boden aus verschiedenen Erdschichten bestand.

Wurden die Kugeln vielleicht doch durch Erdauftragung mit dorthin gebracht?

Diese Frage konnte nur durch eine anschließende archäologische Suchschachtung geklärt werden. Eine Suchschachtung ist eine Bodenabtragung mit sauberem Schnittbild an den Rändern.

Durch die Suchschachtung kann man deutlich die unterschiedlichen Bodenschichten erkennen, siehe Foto.

0-7 cm Grasnarbe
7-17 cm heller Boden (zugetragener Boden)
17-40 cm dunkler Boden (auch gewachsener Boden genannt)
Ab 40 cm Lehm u. Kies

In dem hellen Boden sind noch deutlich 2 Bleikugeln zu erkennen (Pfeile im 2. Bild)

Damit wurde geklärt, dass die Erde mit den Kugeln von einem anderen Ort stammen. Leider läßt sich nicht mehr feststellen, woher die aufgeschüttete Erde kam.

Alle Arbeiten wurden mit dem Bodendenkmalamt (LVR Xanten) abgesprochen. Jede einzelne Bleikugel wurde mit GPS-Position erfasst und das Gesamtergebnis dem LVR mitgeteilt.

Im 17. und 18. Jahrhundert sind mehrere Heere in der Umbgebung vorbeigezogen. Sehr wahrscheinlich stammen die Kugeln aus der napoleonischen Zeit, sie könnten aber auch älter sein.

Die Frage, woher der Boden mit den Kugeln stammte, wird vermutlich nie geklärt werden können.

Brief des Vorstands zum Jahresanfang 2022

Liebe Freundinnen und Freunde der Archäologie,

das Jahr 2021, ein herausforderndes Jahr, geht langsam zu Ende. Nicht nur die Pandemie, sondern die mehrmaligen Einbrüche in den Vereinsräumen und die Kündigung der Mietverträge der Vereinsräume durch die SBO haben uns gerade jetzt, wo wir unser 10-jähriges Jubiläum hinter uns hatten, das Vereinsleben nicht leicht gemacht.

Wir haben es überstanden, und nicht nur das, wir sind auch gewachsen und gestärkt daraus hervorgegangen. Wir haben mehr Mitglieder, mehr junge Menschen und vor allem mehr Aktivitäten zu verzeichnen. Besonders erfreut uns die Zunahme der weiblichen Mitglieder. Das macht Mut für die Zukunft.

Auf diesem Weg wollen wir im kommenden Jahr weitergehen. Wir planen Museums- und Ausstellungsbesuche,  Vorträge, Projekte, Führungen, Feldbegehungen, Tag des offenen Denkmals, Archivbesuche usw. . Ein genaueres Programm werden wir im kommenden Monat versenden. Wir hoffen auf Zustimmung und auf Ihre/Eure Teilnahme.

Wir freuen uns ebenfalls auf die erfolgreiche Gründung der Sondengängergruppe und den baldigen Start der Projektgruppe Relikte im Sterkrader Wald.

Wir werden unsere Aufmerksamkeit den bekannten und vermuteten Oberhausener Bodenrelikten und Bodendenkmälern stärker widmen.

Zum Abschluss des Jahres müssen wir uns auf dem Umzug konzentrieren. Den Schlüssel für die neuen Vereinsräumen bekommen wir am Donnerstag den 23. 12. 2021 ausgehändigt. Wir haben wieder Vereinsräume! Wir freuen uns auf die tatkräftige Unterstützung.

Der Vorstand bedankt sich für Ihre/Eure Treue und wünscht Ihnen/Euch und Ihren/Euren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein
Gesundes, Glückliches hoffentlich Coronafreies Jahr 2022.

i.V. Albert Karschti

Vorstand FARO e.V.