Unser Mitglied Thomas Handke beschäftigt sich schon lange mit der Geschichte Oberhausens im 2. Weltkrieg.
Am 9. Mai 2026 führte er eine Gruppe von fast 30 Personen durch den Sterkrader Wald.
In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges wurde der Sterkrader Wald zum Kriegsschauplatz. Am 24. März 1945 überquerten alliierte Truppen bei Wesel den Rhein. Ihr Ziel war das Ruhrgebiet. („Ruhrkessel“)
Der Rhein als Verteidigungslinie war also gefallen. Eine neue Verteidigungslinie wurde entlang der Reichsautobahn Köln-Ruhrgebiet-Berlin festgelegt, heute die Autobahnen A3 und A2. Hier eine Vorkriegskarte beim Geoportal NRW Tim Online aus den 1930er Jahren (Link). 1945 war auch die heutige A3 Oberhausen-Emmerich bereits im Bau.
Nördlich der Autobahn bezogen deutsche Truppen und Einheiten des Volkssturms Stellung im Wald. Gleichzeitig rückten amerikanische Truppen von Norden heran.
Auch heute sind im Sterkrader Wald noch Spuren dieser Kämpfe zu finden. Während seiner Führung zeigte uns Thomas Handke ehemalige Bunker und Schützengräben. Mit Hilfe von Karten, Tonaufnahmen und Militärberichten und Zeitzeugenaussagen schilderte er sehr anschaulich die Ereignisse der letzten Kriegstage.
Das Geoportal NRW vermittelt ein anschauliches Bild der Geländeoberfläche in diesem Bereich. In der Ansicht „Geländeschummerung“ werden durch eine virtuelle Lichtquelle im Nordwesten Licht- und Schatteneffekte erzeugt. Dadurch werden Geländeformen und Strukturen gut sichtbar. (Link).
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Zeitungsartikel WAZ 2. Juni 2026
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